WER BENÖTIGT PLASMASPENDEN?
Eine Million Menschen weltweit sind jährlich auf Plasmapräparate
angewiesen, darunter viele Kinder. Allein ein Kind mit einer angeborenen
Blutgerinnungsstörung (Bluterkrankheit) benötigt beispielsweise etwa 200
Plasmaspenden pro Monat, um zu überleben. In Deutschland sind insgesamt rund
6000 Menschen von der Bluterkrankheit betroffen. Ihnen fehlt ein Gen, das den so
genannten Gerinnungsfaktor bildet. Dies bedeutet im Ernstfall, das selbst eine
geringfügige Verletzung zum Verbluten führen kann - wenn der fehlende
Gerinnungsfaktor dem Körper nicht durch Medikamente aus Plasma zugeführt wird.
Diese stoppen Blutungen und verhindern Folgeschäden.
SCHUTZ VOR INFEKTIONEN
Auch Menschen, die unter einer geschwächten Immunabwehr leiden, benötigen
regelmäßig Präparate aus Plasma - viele davon ein Leben lang.
Normalerweise schützen die Immunglobuline (Antikörper) den Körper vor
Infektionen. Fehlen diese Antikörper, benötigt das Immunsystem Hilfe von außen.
Aus Plasma kann man Immunglobuline gewinnen und dem Körper in Form von
Medikamenten bereitstellen. Damit können diese Patienten dann ein
vergleichsweise normales Leben führen.
JEDER VON UNS KANN EINMAL EIN PLASMAPRÄPARAT BENÖTIGEN
Nicht nur chronisch kranke Menschen, sondern jeder von uns kann einmal auf
Plasmaspenden angewiesen sein: nach einem Unfall, nach schweren Verbrennungen
oder Vergiftungen.
Bei einer Operation nach einem Unfall wird zum Beispiel der so genannte
Fibrin-Kleber aus Plasma eingesetzt, um starke Blutungen zu stillen, Gewebe zu
kleben und Nähte zu sichern - ohne dass körperfremde Rückstände in der Wunde
bleiben.
Bluterpatienten sind beim Sport gefährdeter als ihre Freunde - innere oder
äußere Verletzungen können zu schweren Blutungen führen.